Königswetter am 3. Wettfahrttag

Das lange Warten gestern an Land hat Wettergott Rasmus heute wieder gut gemacht. Die rund 150 Segler der Drachenklasse um die HM Queen Silvia Trophy des BMW Dragon Grand Prix in Kühlungsborn wurden heute mit insgesamt drei Wettfahrten bei strahlendem Sonnenschein belohnt. „Der Wind drehte zwar während der Rennen mit rund 20 – 30 Grad, aber wir konnten die Wettfahrten herrlich segeln. Die ersten beiden Races hatten wir um die 15 Knoten - gegen Nachmittag nahm der Wind ordentlich zu. Da waren wir an der Grenze bis 25 Knoten“, erklärte Wettfahrtleiter Andreas Denecke.
Der Start zum ersten Rennen mussten wegen mehrerer Frühstarts abgebrochen werden. Nur mit der Black Flag konnten sich die Segler beim zweiten Anlauf disziplinieren lassen. Diese Wettfahrt dominierten die Dänen um Steuermann Jens Christensen. Vom Start weg ließen sie sich die Pole Position nicht mehr nehmen. Auf den zweiten Platz kämpften sich ihre Landsmänner mit der DEN 138. An der ersten Luvtonne noch im Mittelfeld des rund 50 Boot starken Feldes, erwischte das Team um Steuermann Lars Hendriksen eine Böe nach der anderen und legte damit einen blitzsauberen Down Wind Kurs hin. Dritter wurde die GER 1133 mit Thomas Müller, Vincent Hösch und Michael Lipp.

Das vierte Rennen sollte für das Team vom Norddeutschen Regatta Verein noch besser laufen. Der Reihe nach: an der ersten Luvtonne als Dritter, holte das Team stetig auf und bewies im Böen-Krimi mit drehenden Winden ein gutes Händchen. Am Ende erkämpfte er den Sieg der vierten Wettfahrt und verwies Stephan Link mit seiner Crew auf den zweiten und Volvo Ocean Race Teilnehmer Lawrie Smith mit seinem Team auf den dritten Rang. „Einfach nur ein genialer Tag“, rief Vorschoter Michael Lipp, als sie die Ziellinie überquerten. Der Sieger der ersten Wettfahrt Jens Christensen wollte in diesem Rennen zu viel und wurde nach Frühstart disqualifiziert.

Der Brite und amtierende Weltmeister Lawrie Smith ließ sich auf der Ostsee aber nicht einschüchtern. Im dritten Rennen lieferte er sich gemeinsam mit seiner Crew Tim Tavinor und Ossie Stewart ein enges Duell mit der deutschen Crew um Steuermann Benjamin Morgen. Die beiden Boote segelten schnell weit vor dem Rest des Feldes. Auf der letzten Kreuz entschied sich Lawrie Smith schon eher die Tonne anzusteuern, Morgen lief mehr Höhe. Damit setzte er sich an der Tonne vor den Briten. Beim Down Wind Kurs kam der Brite wieder gefährlich nah, doch Morgen, der mit dem amtierenden Europameister Gustavo Lima im Boot sitzt, blieb ruhig und segelte den Wettfahrtsieg nach Hause. Und an dritter Position: wieder Thomas Müller! Damit sicherte sich der gebürtige Hamburger die Führung im Gesamtklassement. Sechs Punkte Vorsprung hat er auf den Briten Lawrie Smith vor Benjamin Morgen (NRV).

Nach den heutigen Wettfahrten rutschte Markus Wieser, der noch als Gesamtführender in den heutigen Segeltag gegangen war,  auf Rang fünf. „Wir hatten Probleme mit der Ruderanlage und müssen jetzt erst mal auskranen und schauen was wir reparieren können“, sagte er im Hafen. Bei den Reparaturarbeiten ist aber Eile geboten, damit sie den BMY Yachtsport Abend nicht verpassen. Dabei wird das Bier stilecht aus dem umgebauten BMW 501 frisch gezapft. Im Kofferraum des Oldtimers steht eine goldfarbene Zapfanlage. Dazu gibt’s Live-Musik mit einem Jazz-Duo um in lockerer Runde den aufregenden und sicher anstrengenden Segeltag entspannt ausklingen zu lassen. Als Tagespreise erhalten die Segler der ersten drei Plätze der letzten beiden Wettfahrten (Wettfahrt 2: GER 1133 Thomas Müller, GER 1125 Stephan Link, GBR 785 Lawrie Smith; Wettfahrt 3: GER 1103 Benjamin Morgen, GBR 785 Lawrie Smith, GER 1133 Thomas Müller) ferngesteuerte BMW-Modelle wie den BMW Z4, X6 und ein Modell aus der 6er Serie. Die ersten drei Plätze der ersten Wettfahrt bekommen Preise vom Partner Marinepool: DEN 407 Jens Christensen, DEN 138 Lars Hendriksen, GER 1133 Thomas Mülle.;

Höhepunkt des Abends ist dann der Start beim BMW Racing Parcour. Die Steuermänner der Siegercrews (Thomas Müller und Benjamin Morgen) aller Wettfahrten können den sportlichen Wettbewerb an Land weiter ausgetragen. Mit ihren gewonnenen BMW X6 Modellen müssen sie einen Geschicklichkeits-Parcour befahren. Der Gewinner darf Fahrfreude im Original erleben -  ein BMW-Modell seiner Wahl steht ihm für eine Woche zur Verfügung. Bernd Döpke BMW AG, international Vice President corporate and direct sales, ist begeistert von dem hochklassigen Event an der Ostsee: „Ich freue mich auf den besonderen Abend. Es war ein wunderbarer Segeltag mit Wind und Sonne. Die Dynamik der Drachen auf dem Wasser passt perfekt zum Anspruch von BMW an Ästhetik und Eleganz. Von diesen Eigenschaften kann sich der Sieger des BMW Racing Parcour dann auch selber überzeugen, wenn er den BMW seiner Wahl Probe fahren kann“.
Morgen am Abschlusstag des BMW Dragon Grand Prix beginnen die Wettfahrten wieder um 10 Uhr. Um 14 Uhr ist letzte die Startmöglichkeit – danach dann Gesamtsiegerehrung. Der Gewinner erhält die begehrte Kristallvase, die Königin Silvia von Schweden selbst ausgesucht hat. Besonders ist auch der Unterbau des Preises – den hat die Kühlungsborner Goldschmiedin, Claudia Brehpohl, speziell angefertigt.


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